St. Johann, Tirol, Österrreich (Werbung) 

Zurück am Wilden Kaiser – Familiensommer in St. Johann

11. August 2022

Wir sind zurück, zurück in Tirol. Es hat ganze vier Monate gedauert, seit unserem letzten Besuch in St. Johann. Damals lag noch alles unter einer weißen Schneedecke. Heute schaut es ziemlich anders aus, hier oben an der Bergstation. Letzte morgendliche Wolken hängen noch in den Bergen, doch die Sonne hat schon jetzt ordentlich Kraft – es verspricht, ein wunderbarer Bergsommertag zu werden…

Nach einem ausgiebigen Familien-Frühstück machen wir uns auf zur Gondelstation Harschbichl. Oben angekommen schieße ich noch schnell ein paar Fotos, dann heißt es Abschied nehmen von Katharina und Junior. Heute Morgen steht nämlich ausnahmsweise einmal nicht die Familie, sondern meine ungebremste Wanderlust im Vordergrund. Geplant ist eine Wanderung auf dem Horn-Gipfel-Höhenweg, ein ca. vierstündiger Rundwanderweg um das Kitzbüheler Horn. Dabei gilt es, bis zu 900 Höhenmeter mit teilweise ausgesetzten Passagen zu bewältigen. Das traue ich meinem Kind (beziehungsweise mir mit ihm auf den Schultern) dann doch noch nicht zu.

Zurück am Wilden Kaiser – Familiensommer in St. Johann
Zurück am Wilden Kaiser – Familiensommer in St. Johann
Zurück am Wilden Kaiser – Familiensommer in St. Johann

Die Tour mache ich an diesem Morgen trotzdem nicht allein. Bergwanderführer Thomas Danler begleitet mich. Die Tour ist eigentlich nicht so anspruchsvoll, dass es dringend einen Bergführer benötigt. In St. Johann gibt es jedoch kostenlose geführte Wander- und Klettertouren (Voraussetzung ist der Besitz einer Gästekarte) – und zusammen macht es am Berg einfach mehr Spaß als allein.

Es stellt sich schnell heraus, dass Thomas der perfekte Begleiter für mich ist. Ruckzuck geht es rauf auf den Trail. Als echter Local erklärt mir Thomas die Namen der umliegenden Gipfel, welche Wandertouren in der Region aus seiner Sicht besonders reizvoll sind, was es beim Weiterwandern zu beachten gilt, welche Technik ich beim Bergabgehen ausprobieren sollte, welche Hänge im Winter richtig gut zum Offpiste fahren geeignet sind und welche Erfahrung er mit den verschiedensten Wanderschuhen, Funktionsklamotten und Outdoor-Tools in den letzten Jahren gemacht hat. Zudem ist auch er Vater eines kleinen Sohnes. Kurzum, es gibt wirklich viele gemeinsame Themen und Interessen. Und so kommen wir aus dem Plaudern gar nicht mehr raus.

Zurück am Wilden Kaiser – Familiensommer in St. Johann
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Wer an einem solch strahlend schönen Morgen das Glück hat, wie ich nicht im Büro sitzen zu müssen, sondern stattdessen wunderbare Panoramen bestaunen kann, darf sich wahrlich nicht beschweren. Heute Vormittag haben wir zudem die Ehre, neben den üblichen „Verdächtigen“ wie Kuh, Ziege und Murmeltier auch noch die Bekanntschaft mit einen wirklich seltenen Bergsalamander zu machen. Ganz so wie in Mikkels Pixi Büchlein „Conni in den Bergen“…

Apropos Familie! Wir trudeln planmäßig gegen Mittag wieder am Ausgangsort ein, wo ich von Mikkel bereits sehnsüchtig erwartet werde. Weniger um zu kuscheln, sondern um mit ihm auf dem Alm-Spielplatz um die Wette zu klettern und um mir seine neuesten Tricks auf dem Trampolin zu präsentieren. Ein schöner Ort, hier oben bei der Harschbichl Hütte – im Sommer wie im Winter. Doch zuerst muss ich raus aus den heißen Schuhen und mich stärken. Als Belohnung für die morgendliche Wanderung wartet neben kalten Drinks auch noch eine Spezialität der Region auf mich: ein Paar St. Johanner Würstel. Ein wunderbarer Abschluß des ersten Programmpunkt dieses heutigen Tages.

Die detaillierte Tourenbeschreibung inklusive der nächsten Termine und Infos zur Anmeldung für die Wanderung findet ihr übrigens hier.

Zurück am Wilden Kaiser – Familiensommer in St. Johann

Klettern für Gr0ß und Klein

Nachdem alle ausreichend gestärkt und erholt sind, verabschieden wir uns von Thomas und gondeln eine Etage tiefer zur Mittelstation. Auf geht’s zur nächsten Action am Harschbichl, dem Kletterwald Hornpark.

Der Hochseilgarten am Angereralm Bergsee mit traumhaftem Blick auf den Wilden Kaiser bietet auf acht Parcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden jede Menge Spaß für Groß und Klein. Nun sind es Katharina und Mikkel, die sich bereit machen, um in den Wipfeln zu verschwinden, während ich in der Sonne chille und an meinem Almdudler schlürfe.

Tatsächlich geht es hier bereits für Kids ab drei Jahren los – und unser Jüngster beweist sich als sehr mutig. „Ich mache das alleine“, heißt es da, wenn die Karabiner ans Drahtseil geklickt werden.

Zurück am Wilden Kaiser – Familiensommer in St. Johann
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Für den Flying Fox über den See ist Mikkel noch zu jung. Katharina jedoch lässt sich diesen Spaß nicht entgehen. Kreischend saust sie über den See von einer Plattform zur anderen. Und das ist der Moment, in dem ich doch etwas neidisch bin. Aber kein Grund zum Trübsal blasen. Mikkel hat nämlich entschieden, dass wir dringend noch ein Eis essen müssen. Da das mit dem Teilen so eine Sache ist bei Mikkel und mir, kaufe ich uns einfach beiden eins. So lässt sich der Tag gut aushalten!

Zurück am Wilden Kaiser – Familiensommer in St. Johann

Mountaincart. Oooyeah!

Wir gehen noch einmal zurück zur Mittelstation. Aber statt hinunter zu gondeln, werdem wir mit so genannten Mountaincarts ins Tal brettern. Noch bevor wir die Gefährte bestiegen haben, muss ich Katharina versprechen, mit Mikkel als Co-Pilot nicht zu schnell zu fahren. „Das Tempo entscheidet mein Beifahrer“, antworte ich – wohlwissend, dass unser Kind an solchen Dingen Freude hat. Die Sommerrodelbahn im benachbarten Fieberbrunn fand er letzten Sommer jedenfalls super.

Mountaincartfahren ist für uns alle eine Premiere. Wer das – wie wir – auch noch nicht gemacht oder gesehen hat: Die Kisten erinnern an eine Mischung aus Gokart und Mountain-Roller, sie haben drei fette Räder und ganz wichtig: zwei gut greifende Handbremsen. Man sitzt sehr tief und hat dank des breiten Radstandes nicht die Sorge in den Kurven um- oder vom Kart zu fallen. Gefahren wird auf schmalen Schotterwegen, die ein wenig an Rodelbahnen erinnern. Nur, dass die Kurven nicht gesichert sind. Klingt super? Ist es auch!

Wir wagen uns also auf die Strecke. Die Rucksäcke schicken wir mit der Gondel ins Tal. Auf geht’s, ab geht’s. Wohoooo.

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Nach dieser rasanten Talfahrt bleibt mir nur eins zu sagen: Noch mal!

Denn ohne Mist, das ganze macht unglaublich viel Spaß. Aber es birgt auch ein gewisses Gefahrenpotential, denn man kann wirklich schnell werden. Ich bin jedenfalls nicht traurig, dass Katharina und Mikkel mit mir auf der Rennstrecke sind. Ein Wettrennen mit einer wilden Horde gleichgesinnter Speedjunkies wie mir wäre vermutlich etwas weniger vernünftig…

Chillen Dahoam

Was für ein Tag am Berg. Unsere Köpfe glühen von der Sonne und des Adrenalins, als wir zurückkehren zum Familotel Landgut Furtherwirt, wo wir im Übrigen bereits im Winter zu Gast sein durften.

Vor drei Monaten stand nach dem Skifahren noch Schlitten und Pferdekutsche fahren an. Heute packen wir lieber die Badesachen ein und genießen das kalte Nass des Naturbadeteichs mit anschließendem Gruppenkuscheln und Vorlesen auf der Sonnenliege. Das weitläufige Gelände des Furtherwirts bietet den Kids auch im Sommer wirklich ein großes Angebote an Spiel und Spaß – Fussballtore, ein Trampolin, Gokarts, Klettergerüste, ein XL Schachspiel… und natürlich Pferde.

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Wir entscheiden uns für einen Besuch der Tiere. Im Stall stehen heute jedoch nur die Kühe und Kälbchen. Alle Pferde grasen genüsslich in der Nachmittagssonne und haben diese Pause vermutlich mehr als verdient. Also doch lieber wieder ab in den Badeteich!

Ein Wanderziel für jedes Wetter – und die ganze Familie

Am nächsten Tag lassen wir es gemütlicher angehen. Es geht heute nicht hoch auf den Berg – sondern vielmehr mitten hinein. Unser Ziel ist die nahe gelegene Griesbachklamm. Nur wenige hundert Meter vom Parklatz entfernt gelangen wir über einen Wanderweg in eine wildromantische Schlucht, die dank zahlreicher Holzstege und Brücken für die ganze Familie gut begehbar ist (vernünftiges Schuhwerk ist denoch eine gute, Kinderwagen eine schlechte Idee). Vor Ort könnt ihr zwischen drei Rundwegen wählen. Wir entscheiden uns für den mit 3,4 km kürzesten Weg und sind dank des Mini-Wanderers unter uns auch ausreichend lang unterwegs. Besonders, wenn man viele Zwischenstopps einlegt, zum Stöckchen schwimmen und Steinchen über das Wasser springen lassen.

Die kleine Griesbachrunde führt nach Verlassen der Klamm zunächst steil den Wald hinauf. Dann fällt das Gelände jedoch auch wider kontinuierlich ab und man wandert vorbei an schönen Höfen und Blumenwiesen parallel zum Bach zurück zum Wanderparkplatz.

Zurück am Wilden Kaiser – Familiensommer in St. Johann
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Zurück am Wilden Kaiser – Familiensommer in St. Johann
Zurück am Wilden Kaiser – Familiensommer in St. Johann
Zurück am Wilden Kaiser – Familiensommer in St. Johann

Zurück am Parkplatz stellen wir übereinstimmend fest, diese Tour ist weit mehr als eine „Schlechtwetter-Option“ für Wanderer. Eher ein Muss bei jedem Besuch in St. Johann in Tirol.

Und  mehr noch. St. Johann selbst ist sommers wie winters uneingeschränkt empfehlenswert.  Vielseitig, gut angebunden – denn schließlich liegt es gar nicht weit hinter der deutschen Grenze – und dennoch mitten in den Kitzbühler Alpen. Und last not least sind da ja auch noch die berühmten St. Johanner Würstel und der nicht weniger berühmte Bierturm im Stadtzentrum…

Übrigens, wir haben noch einen weiteren Hotel-Tipp für euch…

Nicht nur in den Kitzbüheler Alpen, sondern auch an neun weiteren bergnahen Standorten in Österreich und Süddeutschland, begrüßen die Explorer Hotels sportbegeisterte Abenteurer. Das Konzept ist denkbar einfach: Funktionalität und lockere Atmosphäre trifft auf viele gleichgesinnte Sport-Buddies!

Wir sind das erste Mal im Zillertal mit den Explorer Hotels in Kontakt gekommen (daher stammen auch alle Fotos, die ihr unten sehen könnt) – aber es gibt z.B. auch eine Dependance in St. Johann.

In der Lobby stehen dann auch schon mal große Bike-Service Terminals, an den Wänden hängen überdimensionierte Wander- und Skigebietspläne, in der Garage ist mehr Platz für Fahrräder reserviert, als für Autos. Die Explorer Hotels richten sich, wie ihr Name schon verrät, an aktive und sportbegeisterte Entdecker und bieten für einen verhältnismäßig schmalen Euro immer noch ziemlich viel. Ideal für einen kurzen Zwischenstopp (so wie bei uns im Zillertal mal für ein, zwei Nächte mit der Familie) oder aber auch für ein paar mehr aktive Tage in den Bergen mit Freunden…

Zurück am Wilden Kaiser – Familiensommer in St. Johann
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Das reduzierte Design ist ebenfalls Teil des Konzepts. Ähnliche Ansätze mit dem Fokus auf sportliche Funktionalität und moderne Einfachheit hatten wir übrigens auch schon in der Schweiz gesehen, wie zum Beispiel im Riders Palace in Laax, im Fuchsbau in Lenzerheide oder auch in der Saanewaldlodge in Gstaad. Wer im Sommer den Fokus voll und Ganz aufs Biken oder Wandern legen möchtet und keinen Pferdeverückten Dreijährigen dabei hat, für den sind die Explorer Unterkünfte wahrscheinlich eine absolut coole Alternative. Aber für welche Bleibe ihr euch auch immer entscheidet – am Ende sind doch das Wichtigste die nahen Berge (und natürlich die Liebsten, die mit euch unterwegs sind)…

Zurück am Wilden Kaiser – Familiensommer in St. Johann

Wir bedanken uns beim Tourismusverband von St. Johann für die Einladung zu dieser individuellen Pressereise und beim Hotel Furtherwirt für die Gastfreundschaft sowie beim Explorer Hotel Zillertal für die super „Stop-Over Beherbergung“ auf dem Hinweg. Dieser Beitrag beruht auf einer Kooperation, spiegelt jedoch uneingeschränkt die Meinung und Eindrücke der Autoren wider.

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