Gstaad, Schweiz (Werbung) 

Frosch ist am Gstaad

5. Februar 2019

Während vor kurzem noch in den nördlichen Alpen aufgrund der unerwarteten Schneemassen Ausnahmezustand herrschte, folgte in Berlin Regentag auf Regentag auf Regentag. Um nicht in eine ausgewachsene Depression zu fallen, musste ich Frau und Kind für einige Tage verlassen und dem Ruf der Berge folgen. Verschneite Schweizer Gipfel als Balsam für die Gr0ßstadt-Seele.

Wer sich jetzt fragt, ob der Typ tatsächlich allein in den Skiurlaub fährt, dem sei gesagt: Ja, macht er! Mein ursprünglich geplanter Skisaisonauftakt Anfang Dezember wurde von unserem jüngsten „Crew Mitglied“ aufgrund seiner etwas verfrühten Geburt zunichte gemacht. Zwei Monate später kann ich es nun durchaus mit meinem Gewissen vereinbaren und die zwei Süßen eine knappe Woche alleine lassen.

Ich war eingeladen, das neue Haus von Frosch Sportreisen im schweizerischen Bergdorf Gstaad zu besuchen. Und wie ich von einem früheren Trip mit Frosch nach Davos wusste, gibt es bei solchen Gruppenreisen glücklicherweise immer einige gleichgesinnte Wintersport-Enthusiasten. Wirklich allein würde ich also nicht sein.

 

Von alten Zügen und neuen Gondeln

Noch früher als unser Junior meldet sich am Samstagmorgen mein Wecker. Um 6:40 Uhr sitze ich bereits im Flieger nach Zürich, um von dort mit dem Zug weiter ins Berner Oberland zu fahren. Dass die Schweizer Stil haben, ist ja nichts Neues. Aber die Zugfahrt von Zweisimmen nach Gstaad ist eine andere Liga und in jedem Fall eine Reise wert. Einziges Problem: Man weiß nicht, ob man den Zug beziehungsweise das Interieur oder die atemberaubende Landschaft vor den Panoramafenstern bestaunen soll. Einziges Manko: In die hübsche Ablage passt kein Skigepäck. Das kann jedoch glücklicherweise wie in allen Schweizer Zügen bequem beim Einstieg deponiert werden.

Am Zielbahnhof angekommen geht die Reise weiter mit der neuen Saanemöser Gondel – auch sehr schick mit ebenfalls riesigen Panoramafenstern – bis ich dann, nur wenige Meter von der Mitelstation entfernt und direkt an der Piste gelegen, mein Ziel erreiche: die Saanewald Lodge.

Die neue Lodge – erste Saane

Einst ein Schullandheim, dann ein Hotel mit Restaurant, ist das neue Frosch Haus nach einigen Jahren Leerstand heute ein wahres Schmuckstück unter den „Sportclubs“ (und glaubt mir, ich habe schon einige Häuser gesehen). Die Zimmer haben alle Blick auf die verschneiten Berge, es gibt zahlreiche gemütliche Ecken, die zum Entspannen, Lesen oder zum gemeinsamen Spielen einladen. Mir gefallen besonders die stylischen alpinen Retro-Accessoires, die im gesamten Haus zu finden sind.

Frosch ist am Gstaad
Frosch ist am Gstaad
Frosch ist am Gstaad
Frosch ist am Gstaad
Frosch ist am Gstaad
Frosch ist am Gstaad
Frosch ist am Gstaad
Frosch ist am Gstaad

Hmmm, sich jetzt in einen der gemütlichen Lounge Chairs im Kaminzimmer oder es sich mit einer heißen Coatina in einen Liegestuhl auf der Terrasse gemütlich machen… Das ist verlockend – doch es muss bis zum Abend warten. Dank meines „Early Bird“-Aufbruchs am Morgen in Berlin ist es jetzt gerade mal Mittag und die neuen Testski wollen ganz dringend ausgeführt werden. Also raus aus dem Haus, rein in die Bindung und ab auf die Piste.

Frosch ist am Gstaad

Nie lang allein

Das Skigebiet von Gstaad besteht aus drei verschiedenen Teilgebieten: Erstens St. Stephan – Zweisimmen – Saanenmöser – Schönried, zweitens Gstaad – Saanen – Rougemont und drittens dem etwas weiter entfernten Gstaad Glacier 3000. In Summe macht das rund 200 Pistenkilometer. Um nicht völlig verloren im Skigebiet umherzuirren, schließe ich mich Skiguide Nils an, der die Gäste-Gruppe der „Heizer“ über die Pisten führt und uns dabei die schönsten Abfahrten, wichtige Dreh- und Angelpunkte im Gebiet, sowie die gemütlichsten Hütten zeigt.

Mindestens genauso spannend wie die gemeinsamen Abfahrten sind die Gespräche, die ich mit meinen Mitreisenden – teilweise auch allein, andere als Paar oder erprobte Gruppe von Freunden unterwegs – führt. Wo ist man bereits gewesen, was sind die neuesten Skitrends, wie gefällt das neue Frosch Haus, wie gut ist der Koch (in der Küche und am Kickertisch) und und und. So eine Liftfahrt wird selten schweigend verbracht, zumal der typische Frosch-Gast eher gesellig als schweigsam ist…

Ich verschone euch an dieser Stelle mit dem Lift-Gossip und zeige lieber, was die Teil-Skiegebiete so zu bieten haben.

ST. STEPHAN, SAANEMÖSER, SCHÖNRIED D E R »H A U S H A N G«
Frosch ist am Gstaad

Die Pisten von St. Stephan bis Schönried bilden das „Hausgebiet“ der Saanewald Lodge. Zwar geht es hier nicht ganz so hoch hinaus und richtig steil ist auch nur an wenigen Stellen, doch gibt es zahlreiche rote und blaue Pisten, auf denen man perfekt carven und dabei Topspeed erreichen kann. Sollte das Wetter mal nicht so dolle sein, empfiehlt es sich wirklich, in diesem kleinen aber feinen Gebiet zu fahren, da man zum einen häufig durch Wälder cruised (und dort meist etwas bessere Sicht hat) und man andererseits von jedem Punkt aus schnell zurück an der Saanewald Lodge Bar ist, um einen heißen Drink zu ordern. Besonders für Familien ist das Gebiet perfekt.

Frosch ist am Gstaad
Frosch ist am Gstaad
Frosch ist am Gstaad
Frosch ist am Gstaad

Zugegeben, um eine komplette Woche nur in diesem Gebiet zu fahren, ist es ein wenig zu klein. Aber das ist ja auch gar nicht nötig, denn es gibt noch jede Menge weitere Optionen vor Ort. Wer mehr erfahren möchte: Bitte hier entlang.

GSTAAD G L A C I E R 3 0 0 0
Frosch ist am Gstaad

Den wahrscheinlich spektakulärsten Blick auf die umliegenden Berge des Berner Oberlandes genießt man im Glacier 3000 Gebiet. Am Gletscher sind zwei Gipfel mit einer Hängebrücke verbunden. Links und rechts geht es steil ins Tal. Gott sei dank ist die Brücke aus Stahl. Selbst mit Höhenangst überwinde ich die Distanz ohne Probleme. Und das ganz alleine… Schon während der ersten Tage hatte ich den Eindruck, dass auf den Pisten nicht wirklich viel los ist. Am Gletscher komme ich mir (ungelogen) einsam vor. Bei meiner 15-minütigen Fotosession auf der Brücke begegne ich einfach niemanden und schon bei der Fahrt hinauf standen nur drei weitere Skifahrer mit mir in der Gondel. Ob es bei Kaiserwetter wohl auch so schön leer ist?

Wer von euch lieber auf 100% Natur als auf einem Natur-Kunstschnee-Gemisch fährt, ist in diesem Gebiet richtig. Besonders lohnenswert ist die lange schwarze Abfahrt vorbei an gewaltigen Felswänden. Freeride Freunde werden die inoffizielle Talabfahrt mögen.

Frosch ist am Gstaad
Frosch ist am Gstaad
Frosch ist am Gstaad

Von der Saanewald Lodge aus mag die lange Anreise zur Talstation Col du Pillon erst einmal etwas abschreckend wirken, dennoch ist ein Ausflug ins Gletschergebiet absolut lohnenswert.
Vergesst dabei allerdings folgende Dinge nicht:

  1. Zieht euch warm an – oben ist es wirklich zapfig
  2. Prüft vorab, ob die windanfälligen Gondeln wirklich laufen
  3. Schaut nach, wann der Bus zurück fährt. Und macht dann lieber eine Abfahrt mehr, als unnötig 45 Minuten zu warten

Wer mehr zum Gletscher erfahren möchte, findet hier weitere Infos.

GSTAAD, SAANEN, ROUGEMONT L A V I D E M A N E T T E
Frosch ist am Gstaad

Eggli-Gstaad, Saanen & La Videmanette-Rougemont ist mein Lieblingsspot. Um von der Saanewald Lodge aus in das Gebiet zu kommen, müsst ihr morgens mit dem Zug nach Gstaad und von dort weiter mit dem Skibus zur Eggli Gondel fahren. Auch wenn die Liftanlagen nicht die schnellsten und modernsten sein mögen, die Abfahrten rund um die „Gstaader Dolomiten“ sind dafür umso schöner. Lang, abwechslungsreich, hier und da lustige Bodenwellen und Kuppen… Kurz, es macht einfach Spaß. Auch für Skifahrer mit Offpist-Ambitionen gibt es immer wieder gute Gelegenheiten, ein wenig links und rechts neben der Piste zu fahren – ohne ein zu hohes Risiko einzugehen. Für die Pause empfiehlt sich das Restaurant an der Bergstation La Videmanette. Mit etwas Glück (und Ausdauer) kann man von hier aus sogar Steinböcke und Gämse in den umliegenden Felsen beobachten.

Am beeindruckendsten ist und bleibt für mich in diesem Gebiet aber der Blick auf den Gummfluh. Der Berg ist einfach nur wunderschön.

Frosch ist am Gstaad
Frosch ist am Gstaad
Frosch ist am Gstaad
Frosch ist am Gstaad
Frosch ist am Gstaad
Frosch ist am Gstaad
Frosch ist am Gstaad

Wenn ihr mehr zu diesem Gebiet erfahren wollt: Hier gibt es mehr dazu zu lesen.

Obacht, auch wenn es sehr verlockend ist, um 16:30 Uhr noch ein letztes Mal die Gondel zu nehmen, um dann allein ins Tal zu düsen – bitte nicht vergessen: von Gstaad aus muss man noch mit der Bahn zurück nach Saanemöser. Kommt man zu spät, muss man von dort dann zu Fuß hinauf zur Saanewald Lodge. Mich hat der Aufstieg nicht abgeschreckt, aus eigener Erfahrung empfehle ich aber die Variante über den Wanderweg (20 Minuten, Puls 140) anstatt geradewegs am Pistenrand hinaufzusteigen (15 Minuten, Puls 180)….

Probier’s mal mit Gemütlichkeit

Zum Skiurlaub gehört natürlich mehr als „nur“ acht Stunden am Tag die Pisten unsicher zu machen. Normalerweise ist es eher Katharina, die den gemütlichen Teil des Skiurlaubs einfordert, in der Saanewald Lodge war solch ein externer Push jedoch gar nicht nötig. Nach dem Sport sind die Optionen hier allesamt zu nett, um sie zu ignorieren: Egal, ob Saunagang, gemütliches Zusammensitzen draußen am offenen Feuer oder drinnen an der Bar. Gleiches gilt für das abwechslungsreiche Gäste-Programm nach dem Abendbrot. Ein echter Ort zum Wohlfühlen eben.

Frosch ist am Gstaad
Frosch ist am Gstaad
Frosch ist am Gstaad

Zurück zu der Frage, ob man wirklich allein in den Skiurlaub fahren kann. Als ich mich nach fünf Tagen wider verabschiede, hat es sich nicht so angefühlt, als hätte ich die Tage in Gstaad mit Fremden verbracht, sondern vielmehr mit Freunden. Das Alleine-Reisen geht hier als Teil der Gruppe wirklich wunderbar. Und was inzwischen daheim bei der Familie alles passiert, erfährt mann ja dank Facetime auch jederzeit…

Übrigens, was sich hinter Charme de Möser verbirgt, wie man ein stilvolles Schweizer Pisten-Picknick veranstaltet und warum es sich lohnt, trotz Kaiserwetter 1,5 Stunden den Berg hinauf zu laufen, erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle. Bis dahin sage ich „Ade und uf Wiederluege“.

Frosch ist am Gstaad

Ich bedanke mich bei Frosch Sportreisen für die Einladung in die wunderbare Saanewald Lodge. Mehr Informationen zum Club und zu den Buchungsoptionen findet ihr hier: www.frosch-sportreisen.de

Wenn auch ihr nun ein klein wenig mehr in die Schweiz verliebt seid, dann schaut auf der Website des Schweiz Tourismus www.myswitzerland.com vorbei oder lasst euch zu eurem nächsten Urlaub kostenlos telefonisch beraten unter Tel. 00800 100 200 30.

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