Marrakech, Marokko 

Nomaden im Herzen – Wiedersehen in Marrakech

5. Januar 2018

Marhaba – Willkommen. Die Herzlichkeit, die uns überall begegnet, ist einzigartig. Jedes noch so zahnschiefe Grinsen, das uns mit milder Wärme entgegenstrahlt, zaubert ein Lächeln auf unsere Gesichter. Welcome (back) to Marrakech, du wilde, schöne Oase…

Oh, wie sehr lieben wir das Reisen: die weite Welt, fremde Kulturen und neue Erfahrungen. Ein innerer Drang lässt uns immer und immer wieder aufbrechen, weiterziehen, zu neuen Ufern und auf die Gipfel dieser Welt. Seit nunmehr vier Jahren folgen wir regelmäßig unserer Sehnsucht nach neuen Abenteuern jenseits der vertrauten Komfortzone. Dabei begegnen wir stets vielen spannenden Persönlichkeiten. Fast noch schöner, als neue Bekanntschaften ist aber das Wiedersehen mit guten Freunden. Wie Katrin! Auch sie führt eine Art Nomadenleben – allerdings ganz anders als wir es tun. Sie pendelt beruflich zwischen ihrer PR-Tätigkeit in Berlin und der Schweiz sowie ihrem Job als Yogalehrerin und Reiseleiterin in Marokko. Immer wieder hat Katrin uns eingeladen, sie einmal nach Marrakech zu begleiten – zu Nosade, ihrem absoluten Herzensprojekt. Ein Besuch war also längst überfallig…

Nomaden im Herzen – Wiedersehen in Marrakech
Nomaden im Herzen – Wiedersehen in Marrakech
Nomaden im Herzen – Wiedersehen in Marrakech
Nomaden im Herzen – Wiedersehen in Marrakech

Vor gut drei Jahren waren wir schon einmal in der Stadt – damals sind wir von Marrakech aus weiter gereist, über den Atlas bis in die Sahara. Damals gab es Nosade noch gar nicht, dieses kleine, aber äußerst feine Reiseunternehmen, für das Katrin heute so gerne und regelmäßig in die rote Stadt aufbricht. Zwischen Weihnachten und Neujahr ergab sich für uns nun endlich die Möglichkeit für ein paar Tage Auszeit. Gemeinsam mit Katrin wollten wir Körper und Seele in Einklang bringen, zur Ruhe kommen, privat sein – das aufregende letzte Jahr unter der nordafrikanischen Sonne ausklingen lassen und Kraft tanken für das neue…

Eintauchen & abtauchen

Es erging uns ähnlich wie bei unserem ersten Besuch. Kaum stiegen wir aus dem Taxi, zog uns die geheimnisvolle Medina sogleich in ihren Bann und ließ uns erst wieder los, als wir die kunstvoll verzierte Tür zu unserem Riad Chambres d’amis hinter uns schlossen. Dann: Stille – der Lärm, das Schreien der Händler und das Hupen der kleinen Mofas war von einem Augenblick auf den anderen verschwunden. Wir waren angekommen. Zur Begrüßung gab es einen frischen Minztee auf der sonnigen Dachterrasse. In den kommenden Tagen besuchten wir übrigens noch eine Reihe weiterer schöner Riads, wie das Riad 11 oder das Maialou. Das AnaYela kannten wir noch von früher. Am Ende liegt es an euch, welche Türen ihr öffnen wollt, um die verborgene Welt dahinter zu entdecken…

Geheime Gärten

Lange hielt es uns nicht im Riad. Der Entdeckerdrang war stärker als das Ruhebedürfnis. Wir wollten wieder zurück in die kleinen, engen Gassen der Altstadt und eintauchen in das pulsierende Treiben. Katrin begleitete uns und zeigte uns stolz ihr Marrakech. Erster Stopp, der Jardin Secret. Ähnlich wie Nosade gab es auch den Garten noch nicht, als wir vor drei Jahren das erste Mal in der Stadt waren. Eine grüne Alternative ist auch der Park des Luxushotels La Mamounia. Diese kleinen Oasen mitten in der Stadt sind wie Tankstellen für die Seele. Wir schlenderten über die schmalen Wege, von Rosmarinbüschen gesäumt, die so wunderbar mit dem Lavendel um die Wette duften. Katrin verriet uns, dass der Jardin Secret einer ihrer Lieblingsplätze sei, um zu meditieren. Mit ihren Yoga-Gruppen kommt sie regelmäßig hierher – früh morgens, bevor der Garten regulär für Besucher öffnet. Dann gibt sie eine Stunde lang Unterricht, bevor sie mit der Gruppe gemeinsam ein kleines Frühstück im angrenzenden Café zu sich nimmt. Ein wahrlich zauberhafter Ort.

Nomaden im Herzen – Wiedersehen in Marrakech
Nomaden im Herzen – Wiedersehen in Marrakech
Nomaden im Herzen – Wiedersehen in Marrakech

Familienbande

Auch uns war nun nach einer Stärkung. Nach einem kurzen Intermezzo an einem Straßenstand mit frisch gepressten Granatapfelsaft, zogen wir weiter ins La Famille, einem kleinen und wie der Name schon sagt familiären Bistrot mit idyllischem Innenhof, mitten in der Medina. Wir saßen eine gefühlte Ewigkeit zusammen, genossen einen wilden Mix aus orientalisch-arabischen Vorspeisen und tranken viel zu viele, viel zu starke, viel zu süße Espressi. Herrlich! Das schönste am Reisen mit Freunden ist, dass man das ruhelose Umherziehen auch einfach mal aussetzen kann. Und dafür umso mehr Verweilen, Genießen, den Gedanken nachhängen…

Nomaden im Herzen – Wiedersehen in Marrakech
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Nomaden im Herzen – Wiedersehen in Marrakech
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Dämmerung im Morgenland

Den Rest des Tages ließen wir uns weiter vom emsigen Treiben der Marrakchi mitreißen. „No merci“ war unsere Standard-Antwort auf das Begehren der Händler, uns irgendeinen Schnickschnack anzudrehen. Gleichzeitig bestaunten wir die Mengen an Gewürzen, Berge an Silberschmuck, farbenfrohe Tücher und vor allem, die faszinierenden Gesichter, die uns stets freundlich zulächelten.

Irgendwann brach die Dämmerung an, das Wirrwarr in den Straßen nahm zu. Zahlreiche Stände werden allabendlich auf dem Djemaa el Fna, dem zentralem Marktplatz, aufgebaut. Händler bieten allerlei Exotisches an: Schnecken, Ziegenköpfe und Tajinen aller Art. Schlangenbeschwörer fiedeln auf ihren Flöten, ein „Zahnarzt“ offeriert Zahnersatz für Jedermann und wer will, kann sich einen Affen auf die Schulter setzen lassen (wobei wir uns fragten, wer das ernsthaft möchte…). Ein wunderbarer Tag ging zu Ende. Ein Tag voller Muße – ein Tag unter Freunden.

Nomaden im Herzen – Wiedersehen in Marrakech
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Nomaden im Herzen – Wiedersehen in Marrakech
Nomaden im Herzen – Wiedersehen in Marrakech

Gruppendynamik

Am nächsten Tag wuchs unsere kleine Reisegemeinschaft um weitere Mitglieder. Katrins Yoga-Klasse für die kommenden Tage reiste an. Wir begrüßten die bunt gemischte, internationale Truppe und waren uns allesamt gleich sympathisch. Die kommenden Tage würden wir also gemeinsam verbringen. Und gemeinsam Yoga praktizieren – für uns hieß das vor allem: viel Muskelkater!

Was Yoga mit Nosade besonders macht und warum wir euch ein Retreat in Marokko unbedingt ans Herz legen würden? Den Mädels (und Jungs) von Nosade geht es weder allein um sportliche Ambitionen noch um pure Spiritualität – es geht um eine gesunde Mischung aus beiden. Dabei findet jeder seinen ganz eigenen Zugang. Bei Nosade wird Yoga sehr individuell interpretiert. Vielleicht ist bodenständig das richtige Wort. Und authentisch. Und natürlich gibt es bei Nosade mit Katrin die weltbeste Yogalehrerin!

Echte Auszeit

Die weiteren Tage in Marrakech taten Henryk und mir einfach nur gut. In unserem Nosade-Trüppchen haben sich ausnahmslos sehr nette Menschen zusammengefunden. Wir hatten viel Spaß, haben entspannte Yoga Sessions genossen, gut gegessen, die Zeit vergessen. Ein absolutes Highlight war auch der Besuch im Hammam. Die Zeit in Marrakech war keine Reise, es war ein kleiner Urlaub. Ein Urlaub unter Gleichgesinnten, ein gemeinsames Verweilen unter lauter Nomaden, stets in Bewegung und doch am richtigen Ort angekommen…

Nomaden im Herzen – Wiedersehen in Marrakech

Liebe Katrin,
danke dir für die gemeinsame Zeit, die uns so viel Kraft gegeben hat. Danke für die guten Wünsche und für Einblicke in dein Marrakech!

Bis bald in Berlin!

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