Sansibar, Tanzania 

Auf Sansibars Korallenfelsen

26. Dezember 2013

Gleich zu Beginn unserer Reise gab es auf Sansibar eine erste kleine Planänderung. Ursprünglich hatten wir vorgehabt, fünf Tage im Kilimani Kwetu zu bleiben – das wir euch HIER bereits vorgestellt haben – und uns dann über die Weihnachtsfeiertage drei Übernachtungen im ziemlich schicken Coral Rock Guesthouse an der Süd-Ost-Küste zu gönnen.

Aufgrund eines kleines Safety-Zwischenfalls (werden wir beizeiten noch berichten…) entschieden wir uns bereits nach drei Tagen den Strand von Beweju und somit das Kilimani zu verlassen, um gen Süden nach Jambiani umzuziehen und es uns von da ab im Coral Rock gut gehen zu lassen.

Flashpacken statt backpacken

Ja ok, das Coral Rock ist mit rund 120 US Dollar pro Übernachtung, immerhin inklusive Frühstück, kein Budget-Gästehaus und kann auch sicher nicht als Backpacker Absteige bezeichnet werden. Im Gegenteil, das Hotel ist ziemlich komfortabel und einmalig schön gelegen auf einem Korallenfelsen oberhalb des Strandes. Da wir uns aber ohnehin vorgenommen hatten, in der einen Woche auf Sansibar vor allem Urlaub zu machen und alles hinter zu lassen, war dieser kleine Luxus (ein letztes Mal, bevor es „ernst“ wird) noch drin – ist ja schließlich auch Weihnachten!

Auf Sansibars Korallenfelsen

Eine riesige Badewanne vor der Haustür

Bei Flut kommt das Wasser bis an die Felsen unterhalb des Hotels heran und man hat einen traumhaften Blick über die Bucht und das türkisfarbene Wasser des indischen Ozeans. Was man zu Sansibars Ostküste wissen muss: Ca. 3,5km vor der Küste gibt es ein sehr langes Korallenriff, an dem sich das Wasser bricht. Zum Strand hin ist es dann weniger ein offener Ozean als eine riesige Lagune – bedenkt man die Wassertemperatur von bis zu 30 Grad könnte man auch von einer gigantischen Badewanne sprechen. Bei Ebbe zieht sich das Meer fast bis zum Riff zurück und man kann kilometerweit auf dem weißen Sandstrand spazieren gehen, was bei einer gefühlten Lufttemperatur von knapp 38 Grad gut überlegt sein will. Da bei Ebbe jegliche Abkühlung fehlt (naja, die „Badewanne“ vor der Haustür ist ohnehin keine echte Erfrischung, sondern eher ein sehr hübsches, türkises Nass), gibt es im Coral Rock neben den gemütlichen Liegen und Hängematten einen kleinen, aber feinen Pool. Herrlich!

Auf Sansibars Korallenfelsen

Hausmusik und Kite-Surfen

In unserer ersten Nacht im Coral Rock wurde von den Betreibern, allesamt große Freunde der DJ-Kunst, Party angesagt. Uff, das passte nicht ganz in unseren Chill-Modus. Als wir die Wahnsinns-Boxen sahen, die da im Garten aufgebaut wurden, schwante uns nichts Gutes. Und tatsächlich, auch diverse Power Breaks konnten das Partyvolk nicht davon abhalten, bis vier Uhr morgens aufzulegen. Durchaus gute elektronische Musik – aber wir waren einfach zu kaputt zum Feiern. Entsprechend war die erste Nacht eher unruhig, das sollte sich aber in den folgenden nicht wiederholen. Zwei Tage später gab es dann eine ruhigere aber ebenso musikalische Jam Session im benachbarten Red Monkey Guesthouse: Gitarre, Bongos und Cajon bei einem kühlen Bier – das war schon eher nach unserem Geschmack. Das Red Monkey und das Coral Rock sind partnerschaftlich miteinander verbandelt, veranstalten immer wieder kleinere Events wie den beschriebenen Musikzauber und kooperieren beide mit der dazwischen liegenden Kite-Worldwide-Schule. Für Kitesurfer ist der Spot einfach nur perfekt. Auch Henryk hat sich nach vielen Jahren mal wieder daran versucht.

Auf Sansibars Korallenfelsen
Auf Sansibars Korallenfelsen

Unser abschließendes Fazit zum Coral Rock:

Wenn man sich auf Sansibar etwas gönnen will, ist das Haus eine top Adresse. Wir hatten hier fünf tolle Tage mit sehr viel Müßiggang, leckerem Essen und äußerst netten Menschen. Die Gäste waren bunt gemischt, von schwedischen Kite-Surfern über eine verrückte amerikanische Großfamilie bis zu einem liebenswerten englischen Ehepaar, das im Oman lebt, war alles dabei. Aber auch ein teureres Haus hat mit den lokalen Gegebenheiten zu kämpfen. Wir hatten Stromausfälle (die einfach normal sind in Tanzania), einen Tag kein Wasser und auch beim Essen muss man sich auf afrikanische Gelassenheit einstellen. Aber die haben wir ohnehin längst inhaliert und brechen nun entsprechend tiefenentspannt auf zur Besteigung des Mount Meru im Norden des Landes… Mach´s gut, zauberhaftes Sansibar – und bleib bitte so ursprünglich, wie du bist!

Auf Sansibars Korallenfelsen
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3 comments

    Hallo ihr beiden, heute morgen beim gemütlichen sonntagsfrühstück haben wir uns die wunderschönen Fotos angeschaut von Sansibar. Liest sich so, als wenn es euch wirklich gut geht. Wir wünschen euch ein rauschende Silvesternacht, wo immer ihr die verbringen werdet. Und für 2014 natürlich erstmal weiterhin eine glückliche Reise durch die Welt! Liebe Grüsse von Axel, Pauline, Franka und Cordula

    Antworten

    Wir waren erst letztes auf Sansibar und auch wenn wir es nicht zum Coral Rock geschafft haben, waren es doch unvergessliche Tage. Statt Kiten stand bei uns allerdings Tauchen auf dem Programm und auch das ist unbedingt empfehlenswert auf Sansibar. Das Gebiet um Mnemba Island zählt zu den schönsten Tauchrevieren weltweit.
    Und was nun? Der Beitrag hat nun wieder massiv mein Fernweh entfacht und ich sitze hier im Büro in Köln bei miesem Nieselwetter 🙂

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    Hey Jan, danke für dein Feedback und schön, wenn das Fernweh dich schon wieder gepackt hat – dann wird’s wohl Zeit, die Koffer wieder zu packen 😉 Tauchen steht auch auf unserer Bucket-List, das haben wir bislang nur in Thailand gemacht und es war auch absolut fantastisch… Hach! Liebe Grüße aus dem ebenfalls eher ungemütlichen Berlin.
    Katharina & Henryk

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