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Brügge – so lieblich und so lecker

Wart ihr schon einmal in Brügge? Nein? Dann solltet ihr das unbedingt ändern, denn das kleine belgische Städtchen, einst eines der wirtschaftlich und kulturell reichsten Handelszentren Europas, ist noch heute voller Schätze, die es zu entdecken gilt. Den früheren Reichtum erlangte Brügge in erster Linie durch Handel mit Textilien und deren Veredelung. Aufgrund einer Sturmflut im 12. Jahrhundert und der dadurch entstandenen direkten Wasserstraße zur Nordsee war auf einmal ein Fernhandel möglich. Leider versandete der Zugang jedoch wieder zum Ende des 15. Jahrhunderts und die Stadt musste ihre führende Position an Antwerpen abgeben. Doch in drei Jahrhunderten lässt sich ja einiges erwirtschaften – und erbauen. Noch heute sieht Brügge aus, wie man sich eine mittelalterliche Hansestadtstadt in Flandern vorstellt. Grachten, kleine verwinkelte Gassen, unzählige alte Kirchen und prachtvolle Gebäude aus Backstein prägen das Stadtbild. Anstelle umtriebiger Händler sind es heute in erster Linie Touristen aus der ganzen Welt, die mit Kameras bewaffnet die Altstadt entdecken und Geld in die Stadt tragen. Gehandelt wird auch, allerdings mit anderen Waren: Schokolade, Waffeln, Bier, Muscheln… Ob süß oder salzig – angeboten wird alles, was das Herz begehrt, und zwar in Hülle und Fülle.

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Let´s do the Timewalk again

Ein Stadtspaziergang durch Brügge fühlt sich an, wie der Gang durch ein großes Freilichtmuseum. Man sieht unzählige alte Häuschen, verwitterte Fresken, Wappen, Wasserspeier, … gemauerte Zeitzeugen, die dem Zahn der Zeit seit Ewigkeiten trotzen. Da der Stadtkern wirklich nicht groß ist und zudem von einem Kanal begrenzt wird, kann man Stadtführer und Faltplan getrost in der Tasche lassen. Auch die empfohlenen Spazier-Routen dürfen mit bestem Gewissen ignoriert werden, denn an den großen Sehenswürdigkeiten, von Markplatz über Provinciaal Hof bis zu Liebfrauenkirche & Co., kommt man sowieso vorbei. Wer permanent daran arbeitet, die “Top Spots” abzuhaken, verliert vielmehr das Auge für die kleinen Nuancen, die Städte wie Brügge erst richtig ausmachen. Also einfach drauf losgehen und die Stadt mit allen Sinnen genießen!

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Das Wandern fernab der “Beaten Tracks” ist in Brügge nur schwer möglich. Es empfiehlt sich früh aufzustehen, um die Stadt allein zu entdecken. Im Laufe des Tages füllt sich das Zentrum zusehends, was aber auch nicht weiter schlimm ist. Dann macht man eben die obligatorische Bootsfahrt. Für 8,- Euro gibt’s eine halbstündige Rundfahrt, dabei erfährt man einiges über die Stadtgeschichte und genießt Ausblicke, die einem von Land aus verborgen bleiben. Den Kopf braucht man beim Unterqueren der vielen kleinen Brücken übrigens nicht einziehen, die größere Gefahr geht eher von Suizid-gefährdeten Schwänen aus, die unserem Boot erst im letzten Moment wütend Platz machen.

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Belgien – kein Land für Kalorienzähler

Gott sei Dank endet zu Ostern die Fastenzeit. Wer Brügge besucht sollte auf keinen Fall einem strengen Diätplan unterliegen – anderenfalls wird die Zeit zur echten Folter. Zu verlockend sind die vielen lokalen Köstlichkeiten, mit denen die Stadt ihre Besucher um den Finger wickelt. Was einst nach Gerberei, Fischabfällen und Behausungen ohne Dusche roch, duftet heute nach Waffeln. Schokolade- und Pralinen-Shops kann ich mit etwas Disziplin noch gerade so ignorieren, bei dem Duft frisch gebackener Waffeln gebe ich meinem Drang nach Zuckergebäck jedoch irgendwann nach. Waffeln mit Erdbeeren, Waffeln mit Eis, Waffeln mit flüssiger Schokolade, pur, mit Sahne oder Waffeln am Stiehl… Wir entschieden uns für eine Eigenkreation, die hübsch ausschaut und vor allem mit ganz viel Liebe (von mir) dekoriert wurde.

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Schöner die Glocken nie klingen

Nach solch einem “leichten” Snack ist erst mal wieder ein Verdauungsspaziergang angesagt. Wer es sportlicher mag klettert auf den Belfried, dem nächsten Highlight der Stadt. Der Glockenturm ist Brügges höchstes Bauwerk und beherbergt das Carillon, ein Glockenspiel aus dem 17. Jahrhundert, welches alle 15 Minuten die Stadt beschallt. Nach 366 Stufen steht ihr direkt unter einem Glocken-Klöppel-Faden-Wirrwarr und könnt die Stadt von Oben betrachten. Wenn dann jedoch das Gebimmel startet, heißt es: Ohren zu und flüchten! Eine Etage tiefer sitzt die Mechanik, nicht weniger spannend anzuschauen und auch ohne Earplugs zu ertragen.

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Wer braucht schon ein Reinheitsgebot?

Kein Bier vor Vier! Diese Regel ist in Brügge nicht leicht einzuhalten. Es gibt a) zu viele nette Bars und Cafés, die zum Verweilen einladen, b) eine zu große Bier-Vielfalt, die man so gut es geht probiert haben will und c) ist man ja schließlich im Urlaub und darf da ruhig mal nachmittags ein Bierchen zum Essen trinken, d) schmeckt Bier zu Muscheln & Fritten einfach besser als Wein. Welches das beste Bier ist, muss jeder selber entscheiden. Ich habe einfach immer das “Hausbier” bestellt und bin mit dieser Taktik recht gut gefahren. Besonders gefallen hat mir die Sorte “Straffe Hendrik”. Warum wohl?

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15 Kilometer bis zum Meer

Ein letzter Grund für einen Besuch der Stadt Brügge ist die unmittelbare Nähe zum Meer. 15 Kilometer entfernt und deutlich schöner als das vom Industriehafen geprägte Zeebrügge liegt die Ortschaft De Haan. Wer hier seinen Strandspaziergang startet, kann Kitesurfen zuschauen, die trotz 9° Wassertemperatur und 12° Lufttemperatur stundenlang dem Wind trotzen. Und, da wir ja schließlich in Belgien sind, kann man auch hier am Nachmittag in der Sonne sitzend herrlich ein Bierchen mit Blick auf das Meer genießen – auch schon vor vier Uhr.

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Ihr merkt, ein Wochenende in Brügge lohnt sich in jedem Fall! Die Anreise funktioniert übrigens hervorragend: mit dem Flieger nach Brüssel, dann geht es eine Stunde weiter mit dem Zug. Wer mit dem Wagen anreist, sollte diesen am besten am Hauptbahnhof für schmale 3,50 EUR pro Tag parken. In der Stadt wird es definitiv nicht benötigt.

In diesem Sinne – kein Grund mehr, nicht nach Brügge zu fahren! Los geht’s, viel Spaß beim Entdecken (und Schlemmen)…

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2 Comments

  1. 24. April 2017 - Antworten

    Brügge ist immer eine Reise wert! Tolle Stadt! Sehr schöne Fotos!

    • Team OUT OF OFFICE
      9. Mai 2017

      Danke, das haben wir auch so erlebt!

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