Lesotho, Afrika 

Once upon a time … in Lesotho!

26. Januar 2014

Es war einmal ein wackeres Weltenbummler-Paar, das gemeinsam auszog, den Süden Afrikas (unter anderem) zu erkunden. Auf ihrer langen Reise von Westen nach Osten überquerten sie auch die Grenzen zu einem verwunschenen kleinen Königreich umgeben von hohen Bergen. Ein Ort, in dem die Zeit still zu stehen schien: Das Königreich Lesotho

Die beiden reisten zunächst aus Südafrika aus, reisten nach 30 Metern „Niemandsland“ nach Lesotho ein und erlebten zwischen diesen beiden Grenzstationen eine Zeitreise. Lesotho, ein sehr armes Land mitten in Südafrika gelegen, ist zwar ein Königreich, allerdings mit parlamentarischer Gewalt. Ein Land, wie man es sich vor hunderten von Jahren vorstellt: Die Äcker werden noch mit Ochsenkarren und von Hand bewirtschaftet, Ziegen grasen an den Hängen, die Menschen leben in einfachen, traditionellen Hütten und kochen zuweilen über offenem Feuer, in den Dörfern gibt es Heiler und Hexenmeister …

Once upon a time … in Lesotho!
Once upon a time … in Lesotho!
Welcome to Malealea

Unsere beiden Globetrotter holperten mit ihrer bereits bekannten Reisegruppe gefühlte Stunden über einfache, sandige “Straßen” voller Schlaglöcher, überquerten dann aber endlich das “Gate of Paradise” und fanden eben dieses auf der anderen Seite der Berge: Die Malealea Lodge im gleichnamigen Dorf. Einfache Hütten in einem weitläufigen Gelände mitten in einem wunderschön angelegten Garten erwarteten die tapferen Reisenden. Überall luden Bänke dazu ein, den großartigen Sonnenuntergang über den Draakensbergen zu genießen. Strom gab es über einen Generator, und dieser lief nur von 18 bis 22 Uhr – danach wurde alles dunkel … und sternenklar.

In Malelalea fällt es leicht, die Zeit zu vergessen. Zwei Tage ohne Stress und Hektik, ohne Nachrichten, ohne Telefon, ohne Internet. Das Leben in Malealea ist einfach nur genau das … einfach! Bei einem Spaziergang durch das Dorf erfuhren unsere beiden Weltenbummler mehr über den Alltag in Malealea. Sie erkundeten die örtliche Brauerei (in dem – warum auch immer – ein Baby auf dem Boden rumlag), lernten im lokalen Museum über Heilpflanzen, trafen den Tribe Chief (eine Frau) und wurden im  Kindergarten mit Liedern begrüßt.

Die Menschen in Lesotho leben schlicht, aber sie scheinen glücklich zu sein. Doch ein Schatten legte sich über den heiteren Tag unserer Weltenbummler, als sie ein Haus besuchten, in dem AIDS-Waisen leben und HIV-Infizierte Dorfbewohner unterstützt werden. Lesotho hat eine HIV-Rate von rund 23 Prozent. Auch dieses Märchenland ist leider nicht frei von Problemen und braucht viel Hilfe …

Once upon a time … in Lesotho!
Once upon a time … in Lesotho!

Das Glück dieser Erde….

Was wäre das Paradies ohne ein echtes Abenteuer?
Dieses sollten unsere beiden (Zeit-)Reisenden am Nachmittag in Malealea erleben. Voller Tatendrang wurden die Optionen für weitere Aktivitäten in und um die Lodge geprüft, denn Lesotho ist nicht nur kulturell sondern vor allem auch landschaftlich extrem reizvoll. Wie wäre es mit einer heiteren Wanderung (allerdings nur mit Guide, denn durch die Armut des Landes in weiten Teilen werden einige wenige Einheimische dazu verleitet, Wanderer zu überfallen)? Nein, Wandern war unseren beiden Weltenbummlern zu unspektakulär. Da gab es doch auch noch diese berühmten Lesotho Pferde… Der eine Globetrotter war zunächst skeptisch – aber er wollte sein Glück wagen.

Der Weg führte vier Stunden lang entlang felsiger Steilhänge und der von Bodenerosionen gekennzeichneten Berghänge, durch klare Bäche, die Hügel bergauf und bergab. Bis zu einem Wasserfall, der Abkühlung versprach. Es war ein großer Spaß (nicht nur, weil alle diese bekloppten Kappen tragen mussten).

… Und wenn sie nicht gestorben sind, dann reiten sie noch heute… Oder auch nicht, weil der Hintern nach vier Stunden bereits ordentlich schmerzte und das Bierchen zum Sonnenuntergang über den majestätischen Bergketten doch zu verlockend war.

Once upon a time … in Lesotho!
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2 comments

    Danke für diesen gelungenen Beitrag aus dem südlichen Afrika!
    Reiten ist ja nicht so mein Ding, aber in meiner Zeit in Südafrika/Zimbabwe wagte ich es doch, 2 x auf den Gaul zu steigen. Und habe es überlebt 😉

    Antworten

    Wie heißt es doch so schön … das größte Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde! Schön, dass du daran (und auch an unserem Beitrag) Freude hattest!

    Antworten

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