Von Buenos Aires bis Feuerland, Argentinien 

Erfrischend anders – Hola Argentina!

9. Februar 2014

Thank you for traveling with South African Airways – welcome to a new world: Nach elf Stunden und einer Ozean-Überquerung starteten wir in unser Südamerika-Abenteuer. Erster Stop: Buenos Aires.

Angefangen bei der Architektur der Häuser und dem vertrauten Rechtsverkehr auf den viel befahrenen Straßen, über die Gerüche nach duftenden Backwaren und frisch aufgebrühtem Kaffee aus den vielen kleinen Lokalen in den Gassen, bis zu den Menschen, die Sonntags nachmittags über den Flohmarkt in der Altstadt flanieren und dabei Bier aus der Flasche trinken oder am Plaza einen Vino schlürfen… Buenos Aires ist einfach vollkommen anders als alles, was wir zuletzt  in Afrika gesehen und erlebt haben. Die Stadt kam uns vielmehr vom ersten Augenblick an bekannt vor – europäisch, voller Kultur … so herrlich vertraut!

Erfrischend anders – Hola Argentina!
Erfrischend anders – Hola Argentina!

Buenos Aires – zwischen Berlin, Barcelona und New York

Ja, wir können es nicht leugnen, nach den insgesamt anderthalb Monaten Afrika tat es gut, sich in in einer kleinen Wohnung im urigen Stadtteil San Telmo wieder zu finden – fünf ganze Tage an einem Ort, Zeit zum Auftanken, Sortieren, Ankommen … in einer Stadt, die sich irgendwo zwischen einer überdimensionierten Version von Barcelona und Madrid einpendelt, gewürzt mit einer gesund-abgerockten Portion Berlin (wobei San Telmo dann das Kreuzberg der Stadt ist). Voller Menschen, die einfach nur ihrem Job nachgehen, einkaufen, aus Essen gehen, leben – und sich dabei in der Stadt völlig frei bewegen. Tatsächlich war der Aspekt der Sicherheit nach den Wochen in Südafrika befreiend. Entsprechend haben wir uns vom ersten Tag an mit Freude durch die Straßen treiben lassen, von Stadtteil zu Stadtteil, … von Sehenswürdigkeit … zu Plaza … zu Café … zu Park – und das bis tief in die Nacht!

Die knapp eine Woche in Buenos Aires war herrlich. Die Stadt macht es einem leicht, sich in sie zu verlieben. Meine Highlights waren dabei das lässige Palermo (Berlin-Mitte-NewYork-Brooklyn-Style), ein Stadtteil, in dem man Stunden lang flanieren kann – und natürlich das 350g Stück Bife de Lomo in der Parilla del Plata. Unbedingt hingehen, solltet ihr mal in der Stadt sein!

Erfrischend anders – Hola Argentina!

In der Kältekammer Argentiniens

Aber wie das so ist mit schönen Orten: Die Zeit in Buenos Aires ging viel zu schnell vorbei und Argentinien sollte uns noch beweisen, dass dieses Land auch andere Seiten hat, als das urbane Großstadtlebens mit dem Flair Südeuropas.
Eine dieser anderen Seiten erlebten wir, als wir nach einem spektakulären Anflug über das Polarmeer die kleine Hafenstadt Ushuaia kennen lernten: Argentinien kann auch unter 10 Grad! “Das ist ja wie in Berlin – bäääähhhh”.

Erfrischend anders – Hola Argentina!

Der Ort Ushuaia bezeichnet sich selbst übrigens als “das Ende der Welt” (Tierra del Fuego) – wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass auch die chilenische Stadt Port Williams selbiges für sich in Anspruch nimmt. Egal, welche der beiden Städte nun wirklich die südlichste der Welt und somit auch letzte Destination vorm Südpol ist, in Ushuaia versteht man zumindest, warum die Seefahrer früher geglaubt haben, am Ende des Horizonts fielen die Schiffe von der Scheibe.

Nicht zum letzten Mal habe ich Henryk zugeflüstert “das erinnert mich total an Norwegen”. Klar, denn es gibt einige Parallelen: Kalte, aber unglaublich klare Luft, es riecht nach Meer und Sonnenuntergang erst nach 22 Uhr (es ist schließlich Sommer auf der Südhalbkugel). Ushuaia vermittelt das raue, aber liebenswerte Flair einer verschlafenen Hafenstadt – aber mit einer gehörigen Portion Goldgräber-Charme: Man nehme eine Handvoll schlichte Blechhütten, angereichert mit zahlreichen Trekking-Shops für die Antarktistouristen, durchmischt mit streunenden Hunden, umgeben von verschneiten Bergen – und fertig ist Ushuaia.

Übrigens: Mein Tipp zum Aufwärmen in den besonders kalten (und regnerischen) Stunden: einkehren im Ramos Generales, einem herrlich gemütlichen Bistro mit französischem Ambiente, frisch gebackenem Baguette und Croissants und leckerer heißen Schokolade.

Erfrischend anders – Hola Argentina!

Die Einsamkeit Feuerlands

Ushuaia war ein weiteres Mal ein absoluter Gegensatz zu allem, was wir bisher auf unserer Reise gesehen haben. Das setzte sich auch am nächsten Tag fort, als wir den Nationalpark von Feuerland besuchten und einen Tag durch die einsamen Wälder entlang der eisigen Seenlandschaften wanderten.

Leider hatten wir auch in Ushuaia nur wenige Tage und unser Weg hat uns nicht weiter Richtung Antarktis geführt (wenn man am Hafen steht und auf den Beagle Kanal hinaus schaut, würde man schon gerne noch mal selbst nachschauen, ob der die Welt am Horizont nicht vielleicht doch endet) – nein, unser Weg hat uns weiter gen Norden geführt. Nächster Halt (ungefähr 18 Busstunden entfernt): Patagonien und der Nationalpark Torres del Paine. Wir freuen uns auf eine weitere, wunderschöne Seite Argentiniens und werden euch bald berichten …

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5 comments

    Feuerland sieht wahnsinn aus, das war bestimmt eine tolle Atmosphäre. Und, man sieht dir die Freude über den Milchkaffee an 😀 Da weiß man, was man auch an so Kleinigkeiten hat 🙂

    Antworten

    He he … nach Wochen mit Instant Nescafé und Camping war das der Knaller! Aber nicht nur der Kaffee 🙂

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    Ach Buenos Aires…wenn ich die Bilder sehe, kommen alte Erinnerungen hoch!

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    Ach….mir kommen bei diesem Steak Erinnerungen hoch….muss gleich weinen 🙂 Wir haben es nur 2x hin geschafft…..

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    Wir waren leider nur einmal da – aber an dem Abend bin ich echt nach Hause gerollt… Soooo lecker! Aber das ist in Argentinien ja auch echt nicht schwer, gutes Fleisch zu finden. Hach! In den nächsten Tagen stehen Forellen in El Bolson und Bariloche an!

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