We are out of office yeah!
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Seitenschwung in Davos – Learn to Ski

Ihr kennt mich: Ich bin ein echtes Schneebrett-Mädchen. Mein Board und ich – wir gehören seit inzwischen 16 Jahren fest zusammen. Ok, das Snowboard wurde zwischenzeitlich das ein oder andere mal ausgetauscht, aber immer war ich auf einem Brett unterwegs. Und zwar nur auf einem. Bis jetzt! Zugegeben, Skifahrer sind schon ab und zu im Vorteil: Ziehwege, Schlepplifte oder einfach der Grundspeed auf der Piste. Nach vielen Jahren der absoluten Verweigerung hat mich nun aber eine reizvolle Einladung von Frosch Sportreisen überzeugt: Ich werde endlich auch Skifahren lernen. Das Versprechen: Sechs Tage im Sportclub in der Schweiz, lernen in kleiner Gruppe… dann klappt’s auch mit der roten Piste. Klingt, als wäre es gar nicht so schwer. Also, auf nach Davos zu meiner ersten “Learn-to-Ski”-Woche. Oooyeah!

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Tag 1 – Der Abhang des Grauens

Ahhhh, das darf doch nicht wahr sein. Ich stehe wieder am Anfängerhügel. Nein, nicht davor – ich steh darauf. Oben, am Ende des Kinder-Schlepplifts. Gefälle der Piste: maximal 1 Grad. Und dabei könnte ich jetzt mit meinem wendigen, hübschen K2 Bright Lite entspannt Richtung Jakobshorn (dieser Name, toll!) gondeln und mich ins Boarder Paradise stürzen. Stopp! Derlei Gedanken hatte ich mir für diese Woche verboten. Es war schließlich eine bewusste Entscheidung, die kommenden Tage auf zwei Latten zu bewältigen. Also: Haltung bewahren und Gewichtsverlagerung üben. Rechtes Bein, linkes Bein. Berg-Ski, Tal-Ski. Pommes, Pizza. Und immer wieder Bremsen – im Pflug. Willkommen in der Welt der Skifahrer…

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Tag 2 – Zaghafte Begeisterung

Ich wache auf und spüre den Ehrgeiz im mir (und auch ein wenig Muskelkater in den Beinen). Irgendwie war das gestern doch ganz witzig. Nette Gruppe, nette Lehrerin, alle sind motiviert. Passt. Und immerhin bin ich an meinem ersten Tag auf Skiern nicht ein einziges Mal hingefallen. Im Gegenteil. Hab ich mich doch ganz gut angestellt. Vielleicht bin ich ja ein Naturtalent? Das wäre doch was, wenn ich Henryk am Ende der Woche davon brause und mit meinen Easy Carvern locker die Berge hinunterheize. Das beste: Am heutigen zweiten Tag geht`s für uns nicht mehr zum Anfängerhügel, sondern direkt hoch Richtung Gipfel. Nicht das Jakobshorn, sondern das Persenn-Gebiet ist unser neues Übungsgelände. Die erste Abfahrt des Tages (zum lockeren Einfahren) ist allerdings gar nicht ohne: Die knackige blaue Piste Nummer 3 zum Schlepplift “Hauptertäli”. Die Beine sind noch müde, das Gefälle auf einmal deutlich „steiler“ (ok, für geübte Fahrer ein Klacks, aber für uns eine echte Herausforderung). Mutig kämpfen wir uns von Kurve zu Kurve. Bis die Waden zittern! Nach der ersten Abfahrt gibt es dann allerdings doch zwei Ausfälle in unserer Gruppe zu beklagen. Nicht jeder empfindet ausschließlich Freude beim Wintersport. Und macht der Kopf erst einmal dicht, dann ist es schwer, sich zu überwinden und dran zu bleiben. Da waren es nur noch fünf! Für mich steht aber fest: Ich will dran bleiben. Erstes Zwischenfazit: Läuft bei mir!

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Tag 3 – Powderalarm

Es hat geschneit letzte Nacht. Und zwar ordentlich. Beim Blick aus dem Fenster auf die weiße Winterpracht auf den Hängen muss ich schlucken. Vielleicht doch mit dem Board in den Tiefschnee? Henryk ist auch schon wieder mit seiner Freeride-Gruppe unterwegs. Muaahhhhh, ich will auch. Stattdessen: Die nächste blaue Piste im Persenn Gebiet. Warum mache ich das eigentlich? Inzwischen ist das Muskelkaterchen zu einem ausgewachsenen Exemplar geworden. Wie jeden Morgen fällt die erste Abfahrt besonders schwer. Das Kaiserwetter tröstet aber ein wenig über den verpassten Tiefschnee-Tag hinweg. Wir üben das Fahren mit und ohne Stockeinsatz, unterschiedliche Belastung der Kanten und Pisten zu queren. Tagesziel: Kurven nicht mehr im Pflug anfahren, sondern die Skier ordentlich parallel zu setzen. Nach einer ausgedehnten Mittagspause in der Sonne ist die Begeisterung ungebrochen. Wir üben und üben und üben. Am Ende des Tages können wir stolz festhalten: Tagesziel – erreicht! Sieht fast schon aus, wie echtes Skifahren.

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Tag 4 – Ernüchterung

Heute haben wir frei, kein Kurs, also müssen wir alleine ins Gebiet. Blöd nur, dass das Wetter umgeschlagen ist. Statt blauem Himmel und fantastischer Fernsicht ist alles… weiß. Wir sind gefangen zwischen Nebel und tiefhängenden Schneewolken. Und genauso fühlt sich auch das Skifahren heute an. Nix klappt. Wir stochern im Schnee die Pisten entlang und verzweifeln, weil wir nicht mehr wissen, wo oben und unten ist. Wieso hatte ich überhaupt jemals diese blöde Idee, auf Ski umzusteigen. Das macht doch alles keinen Spaß. Blöde Latten, blöde Latten…. Tapfer halten wir noch eine letzte „Abfahrt“ aus. Dann steht der Entschluss: Heute ist Ruhetag. Man muss sich auch mal schonen. Ab ins Tal und in die Sauna. Lesen, relaxen, Körper und Seele verwöhnen. Eine herrliche Entscheidung.

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Tag 5 – Die erste Talabfahrt

Zurück auf Anfang. Weil das Wetter sich noch immer nicht wirklich gebessert hat, fahren wir wieder zum Übungshang. Was für eine Schlappe. Aber tatsächlich ist die Sicht hier besser (ist ja auch quasi im Tal) – Zeit, die bisher gelernten Techniken noch mal zu optimieren. Brav drehen wir unsere Runde unter den strengen Blicken unserer Lehrerin. Auf was man alles so achten muss: Mehr in die Knie, weiter nach vorne lehnen, die Kurven nicht über Kraft allein, sondern durch Gewichtsverlagerung ausfahren und und und…  Tatsächlich, es hilft uns allen noch mal weiter. Und dann geht es das erste Mal hoch aufs Jakobshorn – und gleich wieder hinab. Meine erste Talabfahrt mit Skiern. Wir schlängeln uns Serpentine um Serpentine die zum Teil ordentlich steilen Kurven hinunter ins Tal (komisch nur, dass alle anderen geübten Skifahrer die Piste hinab heizen…). Und dann, im unteren Teil: Laaaaange Ziehwege. Und erstmals bin ich wirklich froh, Skier unter den Füßen zu haben, denn Ziehwege sind mit dem Snowboard einfach nur ätzend. Jetzt genieße ich den Blick und die Fahrt durch den Tannenwald, nehme immer wieder Schwung mit den Stöcken und weiß es einfach nur zu schätzen, ein Skifahrer zu sein! Zur Belohnung gibt es am Abend auch noch ein feines Raclette-Essen im Hotel. Winterglück!

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Tag 6 – Whoop, Whoop!

Letzter Tag. Echt schon? Ging irgendwie schnell vorbei die Woche. Inzwischen fühle ich mich mit Skiern zumindest auf den blauen Pisten ziemlich wohl. Keine Angst vor den kleineren und größeren Kuppen, keine Panik, auch mal Schuss zu fahren. Technisch weiß ich, was ich zu tun habe. Und heute fahre ich das erste Mal zusammen mit Henryk. Wir beide gemeinsam als Skifahrer – wer hätte das gedacht! Zusammen gehen wir meine letzte große Hürde an: Die erste rote Piste!! Für die Abfahrt vom Weißfluhjoch runter zum Rapid-Lift brauche ich locker eine halbe Stunde. Einmal bin ich hingefallen – aber nur kurz – und am Ende steht mir ein breites Grinsen im Gesicht. Ich hab es geschafft! Sechs Tage “Learn to Ski” in Davos und ich kann tatsächlich Skifahren!

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Was ich aus Davos mitnehme…
  1. Skifahren ist gar nicht so schlimm! Snowbaordfahren tat beim ersten Mal sogar mehr weh…
  2. Perfekt für Anfänger: In der Schweiz sind die Pisten deutlich leerer als in Österreich – liegt wohl am Franken-Kurs, aber…
  3. Skifahren in der Schweiz muss gar nicht teuer sein. Eine Woche in Davos im Sportclub Derby kostet inkl. Anreise, Verpflegung, Skikurs, Skiern und Skipass ab 800 Euro.
  4. Bei Wind und Nebel macht Skifahren genauso wenig Spaß wie Boarden.
  5. Für Raclette-Abende gilt: Nur so viel, wie auch in den Magen passt.
  6. Gruppenreisen im Wintersport sind durchaus lustig – vor allem, wenn man Lernen will.

 

Auf ein letztes Wort – an mein geliebtes Board

Ich bin mir durchaus bewusst, dass die Boarder unter euch nun denken: Sie ist tatsächlich fremd gefahren. Verräterin, wie kann sie ihr Board einfach in der Ecke stehen lassen… Aber ich kann euch beruhigen. Natürlich hab ich mein Bright Lite doch noch ausgeführt. Nichts und niemand wird uns je trennen. Ich bin und bleibe ein Schneebrett-Mädchen. Aber ich habe in dieser Woche zwei neue Freunde dazu gewonnen. Zwei Skier unter meinen Füßen, die ab und zu mal auf die Piste mit mir dürfen. Ein, wie ich finde, guter Kompromiss. Aber für den Spaß im Powder werde ich immer das Snowboard nehmen… Wir zwei, one love – forever!

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PS. Wenn ihr noch mehr erfahren wollt über unsere Woche in Davos, dann schaut auch mal auf dem Blog der lieben Jana von Sonne & Wolken vorbei. Sie hat auch ein Video von unserer gemeinsamen Woche gedreht – und wenn ihr genau hinschaut, entdeckt ihr vielleicht auch mich auf der Piste!

Und was hat Henryk in dieser Woche in Davos so getrieben (außer mich zu fotografieren) – das könnt ihr in diesem Artikel lesen…

Wir bedanken uns bei Frosch Sportreisen für die Einladung zum Skifahren nach Davos. Mehr Infos findet ihr hier: www.frosch-sportreisen.de Dieser Artikel beruht auf einer Kooperation, spiegelt redaktionell aber uneingeschränkt unsere freie Meinung wieder.

1 Comment

  1. 22. März 2016 - Antworten

    […] einer Gruppe anschließen. Und wer mit einem Partner reist, der lieber auf der Piste unterwegs ist (oder erst mit dem Skifahren beginnt), dem sei eine Gruppenreise wärmstens empfohlen. Eigenes Tempo, eigene Geschwindigkeit, eigene […]

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